| Reisetagebuch Oktober 2005 |
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Steckbrief Äthiopien:
Demokratische Bundesrepublik Äthiopien, Hauptstadt: Addis Abeba, Fläche: 1.1 Mio km² (wie Spanien + Frankreich), Gliederung in Regionen nach ethnischen Gesichtspunkten. Bevölkerung: 73 Mio. (2005). Die größten der über 100 ethnischen Gruppen sind die Oromo, Sidama und Somali im Süden, Amharen, Tigray und Afar im Norden. Unterrichtssprachen sind meist Amharisch - in Oromia Oromo - und Englisch, doch nur Staatsdiener oder gut Gebildete sprechen verständliches Englisch.
Die Kaffee-Bohnen bleiben trotz des Preisverfalls das wichtigste Exportgut
Äthiopiens. |
Rad fahren in Äthiopien Straßenverhältnisse: Das Straßennetz ist sehr grobmaschig. Nur einige hundert Kilometer sind asphaltiert. Die Hauptrouten von Addis Abeba sind relativ neu und in gutem Zustand, allerdings in der Umgebung der Hauptstadt auch unangenehm frequentiert. Querverbindungen im Land bestehen aus Pisten, die für Kraftfahrzeuge nur langsam, für Radfahrer am Rand meist leidlich gut befahrbar sind. Hindernisse bilden manchmal grober Schotter, sandige Stellen, zum Trocknen ausgelegte Hülsenfrüchte oder be- und entgeisterte Kinder. Am Rand der Straßen und Pisten können spitze Akazienstacheln liegen, die man besser nicht überfährt. Topografie Im Rift Valley verlaufen die Straßen meist ohne große Steigungen, aber am Rand wird es anstrengend: Vulkane und Gebirgsketten erfordern mittlere Kondition und eine bergtaugliche Schaltung. Besonders der Norden ist anspruchsvoll. Auch Straßen am Fuß einer Bergkette sind wellig, mit Anstiegen und rasanten Abfahrten. Ersatzteile Einfache Ersatzteile für die einfachen Räder der Einheimischen, meist chinesischer oder indischer Bauart, findet man in größeren Städten bei Händlern in Marktnähe. Es ist zwar unwahrscheinlich, dort passende Spezialteile für mitteleuropäische Fahrräder zu bekommen, aber man hilft Ihnen irgendwie weiter! Schrauben, einfache Seilzüge und Mäntel sind erhältlich. Radfahren ist im flachen Rift Valley weit verbreitet. Es ist sinnvoll, vor der Reise Mäntel, Bremsen, Kette, Seilzüge und Schaltung gründlich zu prüfen, ggf. zu ersetzen und einen Ersatzschlauch und Ersatzspeiche(n) mitzunehmen. Verpflegung unterwegs An den meisten Kiosken kann man Wasserflaschen, Früchte und kleine Snacks kaufen. In jedem größeren Dorf entlang der asphaltierten Straßen finden sich Cafés und Restaurants mit Injeera, Baguettes, manchmal Spaghetti. Entlang der schwach befahrenen Pisten sind Verpflegungsmöglichkeiten aber selten, auf den 50 km zwischen Ziway und Butajira gibt es nur ein Café und kein Trinkwasser! In den größeren Städten gibt es Leitungswasser, das stark chloriert ist. Trotz des äußerst schlechten Geschmacks kann es verunreinigt sein! Unterkünfte sind in den Städten ausreichend zu finden, gelegentlich sind sie sehr einfach. Tipp: Ein Vorhängeschloss mitnehmen! |
Straßen-Impressionen:
Prima Asphalt von Addis nach Nazret
Patchwork, Seitenstreifen befahrbar
Schotter-Piste, mehrere Spuren |
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| Bilder & Text: © Wolfgang Augustin, 13353 Berlin Layout: © Wolfgang Augustin, 13353 Berlin - © Jens Uwe Liepelt, 10557 Berlin |
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Letzte Bearbeitung: 18.11.2009 Besucherzähler |
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